Das Aus für den fiktiven Schadensersatz im Vertrags- und Deliktsrecht ?

Das LG Darmstadt hat in drei Entscheidungen der 8. und 23. Zivilkammer die Entscheidung des BGH aus dem Werkvertragsrecht zum Ausschluss der Geltendmachung eines fiktiven Schadensersatzes (so auf Basis eines Kostenvoranschlags) übertragen auf deliktische Ansprüche und vertritt die Auffassung, die Rechtsauffassung des BGH sei auf alle Schadensersatzansprüche aus Delikt wie auch gewährleistungsrechtlich begründete Schadensersatzansprüche (z.B. kaufrechtlicher oder mietvertraglicher Natur) anzuwenden.

 

Damit bliebe dem Geschädigten nur die Feststellung eines Ersatzanspruchs (für den Fall der Durchführung der Schadensbeseitigung) oder die Durchführung der Reparatur (zur Geltendmachung der tatsächlich erforderlichen Kosten) oder die Wertbemessung nach der Differenz des Wertes mit und ohne Schaden.

 

 

LG Darmstadt, Urteil vom 15.06.2018 u 8 O 134/16 - u.a.


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